Wasserkraft: Potenzial von fünf Großkraftwerken

vom 30.03.2024

Die Wasserkraft birgt noch viel ungehobenes Potenzial. Das gilt selbst für ein in dieser Hinsicht eigentlich gut erschlossenes Land wie Deutschland. Laut einer Studie der Energy Watch Group könnte die Kapazität deutscher Wasserkraftwerke um bis zu 7,1 Gigawatt gesteigert werden. Das sind rund 4,8 Anlagen des aktuellen ERP+-Typs, wie er in Flamanville und Hinkley Point entsteht.

Zur Nutzung dieser brachliegenden Energie seien Investitionen von rund 40 Milliarden Euro erforderlich (für eine durchschnittliche Betriebsdauer von 60 Jahren). Das so neuerschlossene Potenzial könne jährlich 28 Terawattstunden Energie liefern. Dafür bedürfe es nicht einmal Neubauten. Diese Energiemenge lasse sich mittelfristig durch Repowering, Modernisierung und Reaktivierung historischer Standorte realisieren. Die Energiemenge entspreche immerhin dem Stromverbrauch aller ostdeutschen Haushalte. 

Mehrfacher Nutzen ergebe sich, weil neben der Stromerzeugung der Ausbau der Wasserkraft die Einspeisung von Flusswärme in Nahwärmenetze ermögliche und die Sektorenkopplung für E-Mobilität in kleinen Gemeinden fördere. Als netzdienliche Sekunden-Reserve trage die Wasserkraft zudem zur Stabilität des Netzausbaus bei und sei rund um die Uhr verfügbar.

Die ganze Studie zum Nachlesen gibt es hier: https://energywatchgroup.org/wp/wp-content/uploads/2024/03/Wasserkraft-Studie.pdf 

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