Erstmals ist in Deutschland Wasserstoff aus einer Elektrolyseanlage, der mittels erneuerbarer Energien hergestellt wurde, über das im Aufbau befindliche Wasserstoff-Kernnetz zu einem industriellen Abnehmer transportiert worden. RWE liefert aus Lingen über 120 Kilometer zu Evonik im Chemiepark Marl.
Der niedersächsische Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne sprach von einem wichtigen Meilenstein, weil „Wasserstoff […] ein zentraler Baustein für die Transformation energieintensiver Industrien“ ist.
Bis Ende 2026 sollen in Lingen 200 Megawatt an Elektrolyseleistung in Betrieb gehen. Ab Januar soll die Anlage dort mit 300 Megawatt produzieren. Laut RWE erfüllt der in Lingen produzierte Wasserstoff die EU-Anforderungen für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs (RFNBO). Kunden erhalten Nachhaltigkeitsnachweise und können so THG-Einsparungen anrechnen lassen.
Weitere Projekte im Zusammenhang in Nordrhein-Westfalen sind dem Vernehmen nach bereits fertiggestellt oder in Umsetzung. Dazu gehört unter anderem eine Ende 2025 fertiggestellte 10 Kilometer lange Leitung im Münsterland zu einem RWE-Wasserstoffspeicher.