Windenergie: EU will Ausbau entfesseln

vom 25.10.2023

Die EU-Kommission will den Zubau von Windenergieanlagen deutlich von bestehenden Hürden befreien. Dazu sollen etwa nationale Genehmigungsverfahren stärker digitalisiert werden. Dabei will die Kommission die EU-Mitgliedsstaaten besser unterstützen.

Unter anderem sind dafür finanzielle Hilfen vorgesehen, etwa um Behördenmitarbeiter zu schulen sowie aktualisierte Empfehlungen und Leitlinien. Ziel ist es, die Verfahren rund um den Ausbau von Windkraftanlagen zu beschleunigen. Aktuell dauert es von der Beantragung bis zum Bau von Windrädern europaweit meist mehrere Jahre.

Bis 2030 sollen erneuerbare Energien 42,5 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in der EU ausmachen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Windkraft deutlich ausgebaut werden. Die EU-.Kommission geht davon aus, dass sich die genutzten Kapazitäten mehr als verdoppeln müssen: Mehr als 500 Gigawatt installierte Leistung seien bis 2030 notwendig.

Damit mehr Geld in den Windkraftausbau fließt, soll auch der Zugang zu EU-Finanzmitteln erleichtert werden. Dazu ermutigt die Kommission die Mitgliedsstaaten, im Rahmen der Möglichkeiten die Windkraftindustrie auch staatlich zu unterstützen Nach den Kommissionsplänen sollen daneben auch die Ausschreibungsverfahren verbessert werden. Bislang darf in der Regel derjenige Projektentwickler einen Windpark bauen, der bei einer Auktion den niedrigsten Preis bietet. Den neuen Plänen zufolge sollen die Mitgliedsstaaten auch andere Faktoren berücksichtigen – etwa Nachhaltigkeit oder Cybersicherheit.

Deutschland baut schnell wie kaum ein anderes europäisches Land Windkraft zu.