Die Erwartungen und Hoffnungen waren hoch. Um nicht weniger als eine Entfesselung des Onshore-Windenergiezubaus sollte es als Ergebnis gehen. Doch diese Hoffnungen blieb der Windenergiegipfel unter Vorsitz und Moderation von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck schuldig. Zur Eröffnung legte selbiger den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Eckpunktepapier vor. Da dieses jedoch nicht mit den anderen Bundesministerien abgestimmt war, wird es noch nicht veröffentlicht.
Vor dem Gipfel hatten Verbände der Energiewirtschaft, der chemischen Industrie und der Deutsche Naturschutzring einen gemeinsamen Appell formuliert. Der Präsident des Bundesverbands Windenergie, Hermann Albers, dankte dem Bundeswirtschaftsminister stellvertretend für den Vorstoß mit dem Gipfel. Noch sei es möglich, Weichen für Reformen zu stellen, die bereits in dieser Legislaturperiode Wirksamkeit entfalten könnten.
Bis Ende der Woche läuft nun mit den Bundesländern und der Branche die Konsultation zu identifizierten Handlungsfeldern. Die finale „Windenergie-an-Land-Strategie“ wird anschließend erarbeitet und im Rahmen eines zweiten Windkraft-Gipfels voraussichtlich im April vorgestellt.
Immerhin konnte aber das BMWK im Vorfeld des Gipfels eine gute Nachricht für sich verbuchen: Der Deutsche Wetterdienst gibt bisherige Schutzzonen um seine Wetterradartürme für die Windenergienutzung frei. Damit werden 16.000 Quadratmeter Fläche zusätzlich für Windenergieprojekte verfügbar.