Windkraft: Höhe der Ausschreibungszuschläge weiter sinkend

vom 18.09.2026

Die jüngste EEG-Ausschreibung für Onshore-Windkraft zeigt eine Verstetigung des Trends sinkender Zuschlagswerte. Wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) mitteilte, wurden insgesamt 461 Zuschläge in einer Spanne von 4,49 bis 4,98 Cent je Kilowattstunde erteilt.

Der durchschnittliche Zuschlagswert sei dabei erneut deutlich auf nunmehr 4,79 Cent je Kilowattstunde gesunken. Erstmals seit Februar 2018 ist dieser damit auch wieder unter die Marke von fünf Cent gefallen.

Laut BNetzA-Präsident Klaus Müller sei die Ausschreibung trotz rückläufiger Gebotsmenge erneut deutlich überzeichnet gewesen. Dies spiegele sich in den weiter sinkenden Zuschlagswerten wider. Ausgeschrieben war eine Leistung von 2.520 Megawatt, es gingen dafür Gebote über kumuliert 5.250 Megawatt ein.

Damit setzt sich auch der Trend zur deutlichen Überzeichnung der Ausschreibungen fort. In den beiden vorangegangenen Runden aus diesem Jahr erreichten die Gebote ebenfalls das doppelte Volumen der Ausschreibungsmenge.

Die geringen Zuschlagswerte hatten zuletzt vermehrt zu Diskussionen in der Windenergiebranche geführt, zumal in den vergangenen Jahren die Kosten für den Bau neuer Windparks und auch für die Projektfinanzierung eher gestiegen als gesunken waren.