Windkraftausbau: Ausschreibung deutlich überzeichnet

vom 17.09.2024

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat einen neuen Rekord bei Ausschreibungen eingefahren: Bei der letzten Runde für Windkraftanlagen an Land lag das Gebotsvolumen deutlich über der ausgeschriebenen Zubaumenge.

Zum 1. August erhielten 230 Gebote mit einer geplanten Zubaumenge von 2.723 Megawatt einen Zuschlag. Erstmals seit Februar 2022 sei die Ausschreibung überzeichnet gewesen, ein Gebot erhielt daher keinen Zuschlag. Ausgeschrieben war eine Leistung von insgesamt 2.709 Megawatt.

BNetzA-Präsident Klaus Müller betonte, dass das Gebotsvolumen dieser Runde so hoch wie noch nie war: „Die Gebotsmenge von fast drei Gigawatt übertrifft das zur Erreichung des jährlichen Zubauziels notwendige Volumen von 2,5 Gigawatt deutlich.“ 

Die zum Zuge gekommenen Gebote wollen die Projekte für Preise zwischen 5,73 und 7,35 Cent je Kilowattstunde realisieren. Die größten Zusagen seien auf Gebote für Standorte in Nordrhein-Westfalen (756 Megawatt, 84 Zuschläge) und Brandenburg (385 Megawatt, 23 Zuschläge) entfallen.

Die nächste Ausschreibungsrunde findet am 1. November statt.