Die Wirtschaft am Standort Deutschland ist unter Druck. Von einer neuen Bundesregierung erwarten die Unternehmen vor allem Bürokratieabbau.
Das ist ein Ergebnis einer vom Ifo Institut im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen durchgeführten repräsentativen Umfrage unter 900 Firmenvertretern. Demnach sehen fast 40 Prozent weniger Bürokratie als drängendste Aufgabe an. Danach folgten Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise (30 Prozent) und Steuern (14 Prozent).
Laut dem Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, Rainer Kirchdörfer, sei das Stimmungsbild eindeutig: „Die nächste Bundesregierung muss einen noch nie dagewesenen Reformstau auflösen“. Dazu brauche es vor allem schnelle Entscheidungen. Andernfalls drohe eine weitere Verschärfung der Konjunktur- und Strukturkrise.
Im Bereich der Energiepolitik erwarten über die Hälfte der Firmen, die Stromnetzentgelte zu senken sowie den Ausbau der Strom-Übertragungsleitungen zu beschleunigen. Wichtig ist für die Unternehmen zudem, eine zuverlässige Versorgung durch eine diversifizierte Energieerzeugung sicherzustellen. In der Ifo-Umfrage wünscht sich indes hierfür nur ein Drittel die Rückkehr zur Atomkraft. Ebenfalls interessant: Ein subventionierter Industriestrompreis steht auf dem letzten Platz der geäußerten Prioritäten.